Blacking
Mit Blacking werden die doch deutlich dickeren Beläge bezeichnet, die sich in Reinstdampfsystemen mit zunehmender
Betriebszeit bilden können. Bei diesen matt-schwarzen Belägen handelt es sich grösstenteils um fest haftende Magnetitschichten,
Fe3O4. Diese sind zu Beginn noch leicht transparent und können dann bis zu kreidigen Oberflächestrukturen aufwachsen.
Die hohen Temperaturen des Dampfes begünstigen die Bildung dieser Beläge. Auch im Fall des Blacking spielt die Oxidation
des Eisens die entscheidende Rolle. Fehlerhafte Cr-Oxidschichten begünstigen die Bildung der Beläge. Fremdverunreinigungen
stellen hier ebenso eine Quelle für die Belagsbildung dar, s. Kapitel Reinigung/Passivierung. Im fortgeschrittenen Stadium
sind dann morbide Oberflächenbeläge festzustellen und es kann vermehrt zu Partikelablösungen kommen.

Blackingbeläge sind sehr stabil und sehr schlecht löslich und lassen sich deshalb nur mit einem grösseren Aufwand entfernen.
Meist sind die Reinstdampferzeuger selbst mit zunehmender Betriebszeit am stärksten betroffen. Aber auch hier gilt,
dass sich gut verarbeitete und; Initial gut gereinigt/passivierte Systeme deutlich besser verhalten und eine bessere
Widerstandsfestigkeit gegen die Belagsbildung aufweisen. Werden dann noch frühzeitig periodische Reinigungen durchgeführt,
dann lassen sich auch solche Systeme metallisch blank erhalten.

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