Korrosionsarten / Korrosionsentfernung
Aufgrund, der in der Thermodynamik beschriebenen freien Enthalpie ist es das Bestreben eines jeden Werkstoffs in seinen ungeordneten regellosen Zustand über zu gehen. Das heisst, er möchte sich gerne wieder in seine Einzelbestandteile zerlegen. Beim unlegierten Stahl bedeutet dies, dass er wieder in Eisenoxide überführt wird, woraus er mit viel Energie ursprünglich entstanden ist. Lässt man einen unlegierten Stahl ohne Schutz über eine längere Zeitperiode einem feuchten Klima ausgesetzt, so wird am Ende das Eisen völlig aufgelöst sein.

Auf die einzelnen Korrosionsarten sei hier nicht im Detail eingegangen, sondern auf die Literatur verwiesen. Es ist aber in
der Tat so, dass speziell auch nichtrostende Stähle (STNR) bei unsachgemässem Einsatz sehr gravierend durch Korrosion
geschädigt werden können. Neben der richtigen Werkstoffauswahl und einer fachgerechten Verarbeitung ist auch die
Korrosionschutzgerechte Konstruktion von entscheidender Bedeutung. So könnten sehr viele der weltweit jährlich entstehenden
Korrosionsschäden in mehrstelliger Milliarden Höhe vermieden werden, wenn eine günstige Konstruktionslösung gewählt werden
würde und das Wissen über Korrosion und Korrosionsschutz richtig eingesetzt werden würde. An dieser Stelle sei erneut auf
die Literaturhinweise verwiesen.



Korrosionsprodukte können Bauteile/Systeme stark verschmutzen, bis zu einem Funktionsausfall führen und auch eine gravierende
Produktkontamination bedingen. Die Entfernung von Korrosionsbelägen und -produkten kann deshalb eine sehr wichtige Aufgabe
darstellen.
Korrosionsbeläge und Partikel lassen sich ideal nur durch speziell angepasste Lösungen entfernen. Zur Identifikation des
richtigen Mediums und der richtigen Behandlungsmethode ist es deshalb wichtig, Vorabklärungen durchzuführen. So müssen
sowohl die Stärke des Angriffs (Korrosionsausmass) wie auch die Art des Angriffs (Korrosionsart) möglichst genau vorher
analysiert werden. Durch die Bereitstellung eines Originalbauteils aus einer Anlage oder eines Systems lässt sich dann im
Labor die jeweils geeignete Lösung bestimmen. Auch hier gilt es, ein möglichst effektives aber auch nicht zu aggressives
Medium zu finden, so dass es am Grundwerkstoff selbst zu keinem nennenswerten Materialabtrag kommt. Unerlässlich sind
diesbezüglich eine sehr grosse Erfahrung und hochwirksame Lösungen. Zusammen mit speziellen Behandlungstechniken/ -verfahren
kann dann eine optimale Lösung geboten werden. Einmal bereits existierende Löcher an einem Bauteil können jedoch nicht
mehr rückgängig gemacht werden.

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